Zum Abschluss des Schuljahres 2025/2026 unternahm die Religionsgruppe 7a und b eine kleine Exkursion, die direkt zu einer architektonischen und interkulturellen Besonderheit Bambergs führte: dem Zelt der Religionen. Im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts hatten sich die Schülerinnen und Schüler bereits intensiv mit den Weltreligionen, v.a. dem Islam beschäftigt. Vor Ort erwachte das Gelernte nun zum Leben.
Dabei wurde deutlich, dass das Zelt der Religionen weit mehr als nur ein buntes Bauwerk ist. In kurzen, selbst erarbeiteten Referaten erklärten die Jugendlichen ihren Mitschülern direkt vor Ort, wie dieses Projekt entstanden ist und welche tiefe Bedeutung dahintersteckt. Als Ort der Begegnung und des Dialogs soll das Zelt Brücken bauen und ein friedliches Miteinander der Kulturen und Religionen in Bamberg symbolisieren.
Als besonders faszinierend erwies sich dabei die Architektur des Zeltes, die voller Symbolik steckt. So standen im Zentrum einiger der Referate die markanten drei „Blütenblätter“ der Dachkonstruktion. Diese stehen sinnbildlich für die drei großen abrahamitischen Weltreligionen: das Judentum, das Christentum und den Islam. Die Schülerinnen und Schüler zeigten auf, welche Bedeutung hinter den drei Blätter steht und wie diese fließend ineinandergreifen und zusammen ein schützendes Dach für die Menschen bilden – ein starkes Zeichen für die Gemeinsamkeiten und den Respekt zwischen den Religionen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Vorträge war der Paradiesgedanke, den das Zelt ganz bewusst aufgreift. Die Architektur und die Einbettung in die Natur sollen an die biblische und koranische Vorstellung eines Gartens Eden erinnern – einen Ort des absoluten Friedens und der Harmonie. Für die letztjährigen Siebtklässler wurde spürbar, dass dieses Zelt im Kleinen ein solches friedliches Paradies mitten in Bamberg darstellen möchte.
Vor diesem Ausflug hatten sich die Jugendlichen außerdem im Unterricht eingehend mit den Chancen und der Bedeutung des interreligiösen Dialogs auseinandergesetzt. Passend dazu wurden die Schülerinnen und Schüler selbst kreativ: Mit dem vom ETA genutzten digitalen Design-Tool Canva entwarfen sie bereits ansprechende Einladungsplakate für ein interreligiöses Fest. Dieses ist für das aktuelle Schuljahr in der 8. Klasse geplant. Auf dem Programm soll der Dialog und natürlich eine schöne Zeit und viel Spaß miteinander stehen!
(Christina Tinz)



