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Gymnasium Bamberg

Alles Gold, was glänzt

Termin: 16.10.2025 um 14:00 – 17:00 Uhr
Teilnehmer: 24 SuS der Klasse 10b im Rahmen des Kunstunterrichts
Lehrkräfte: StRin Soukup, StRin Gemeinhardt

Im Rahmen des Projekts „Welterbe und Handwerk“ erhielten die Schülerinnen und Schüler des E.T.A.-Hoffmann Gymnasiums im Zentrum Welterbe einen einmaligen Einblick in das traditionelle Handwerk des Vergolders. Frau Dr. von Eyb, die Leiterin des Zentrums Welterbe Bamberg, begrüßte uns sehr herzlich. In ihrem Vorwort erläuterte sie den Schülerinnen und Schülern die Idee des Welterbes als Einheit von Kultur, Bildung und als Aufgabe mit globalem Anspruch. Es erscheint heute besonders wichtig, die Bedeutung des Handwerks auch im Kontext des Welterbes wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Bamberg als Welterbe- stadt ist ein Ort von großer Bedeutung, dessen Gebäude uns bis heute faszinieren. Das immaterielle Erbe, das Wissen und Können der Handwerker war und ist Teil unserer Kultur und es liegt in unserer Verantwortung es zu bewahren. Durch zunehmende Technisierung, Digitalisierung und Massenproduktion wird die Bedeutung des Handwerks im Alltag zunehmend unsichtbar. Dieser Workshop soll einerseits dazu beitragen das Interesse für das Handwerk bei jungen Menschen zu wecken und andererseits die Chancen einer möglichen Ausbildung aufzuzeigen.
Als Vorbereitung für den sich anschließenden Praxisteil, gab Kirchenmalermeisterin Frau Pfefferle uns einen Überblick über die Geschichte, Entwicklung und die nötigen Materialen des Vergoldens ausgehend von der Gotik bis zum 19. Jahrhundert.
Frau Pfefferle und ihr Team betreute uns fachkundig und half den Schülerinnen und Schülern schrittweise den aufwendigen Arbeitsprozess des Vergoldens an einem kleinen Werkstück nachzuvollziehen. Die zwei Gruppen konnten verschiedene Techniken selbst ausprobieren. Allen Teilnehmenden wurde sehr schnell klar, wie viel Technik, Geschick, Ausdauer und vor allem Zeit in die einzelnen Arbeitsvorgänge gelegt werden muss, bis am ganz am Ende das eigentliche „Anschießen des Goldes“ erfolgen kann.
Sehr aufschlussreich waren die Anekdoten der Expertin, die auch nach langjähriger Erfahrung betonte, dass der Lernzuwachs im Handwerk niemals aufhört. Für alle verging dieser Workshop wie im Flug und hat definitiv viele bleibende Eindrücke hinterlassen.
CG